Ein chirurgischer
Eingriff ist keine einfache, schnelle Lösung!
Nur bei extremer Adipositas (BMI ≥ 40) beziehungsweise
einem BMI ≥ 35 mit erheblichen Folgekrankheiten (zum
Beispiel Diabetes mellitus Typ 2) besteht nach dem
Scheitern einer konservativen Therapie die Möglichkeit
einer operativen Behandlung.
Die Entscheidung für eine adipositaschirurgische
Operation und die Wahl der geeigneten Operationsmethode
sollten eingehend mit einem Adipositas-Chirurgen
besprochen werden.
Ich möchte hier nur einige Methoden vorstellen, wobei
bei jeder ein Link auf eine Internetseite verweist, auf
der man mehr Informationen zu dieser Operationsmethode
bekommt.
Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen folgenden
Methoden – den restriktiven Methoden (die Nahrungszufuhr
wird begrenzt), den malabsoptiven Methoden
(Einschränkung der Verstoffwechselung der zugeführten
Nahrung) und einer Kombination aus beiden.
Alle vorgestellten Operationsmethoden können über eine
Schlüssellochoperation (Laparoskopie/minimalinversiv)
durchgeführt werden (bis auf Magenballon, da wird nicht
operiert).
Wichtig: Bitte beachten Sie, dass Sie sich im ersten
Jahr alle 3 Monate zum Follow-up melden. Die spätere
ärztliche Betreuung wird individuell abgestimmt. Es muss
eine lebenslange ärztliche Kontrolle erfolgen.
Der Magenballon wird ohne Operation über die Speiseröhre
in den Magen eingeführt und gefüllt. Dadurch kommt schon
nach relativ wenig Nahrungsaufnahme ein
Sättigungsgefühl.
Da die Haltbarkeit aber maximal 6 Monate beträgt, wird
nur ein begrenzter Erfolg erzielt, wenn der Patient
nicht diese Zeit nutzt, sein Essverhalten zu ändern und
eine vorgeschriebene Diät einzuhalten.
Bei dieser Operation wird ein Silikonring um den oberen
Teil des Magens gelegt. Dieser Silikonring ist mit einem
Port verbunden, der unter der Haut im Gewebe verankert
ist.
Über diesen Port kann der Silikonring in seinem
Durchmesser verstellt werden.
So entsteht ein kleiner Vormagen, der sogenannte Pouch,
durch den die Nahrungsaufnahme beschränkt wird
Bei einer Magenbypass-Operation (Roux-en-Y-Magenbypass)
wird der Magen zunächst durch eine Naht verkleinert.
Dann legt der Chirurg eine Umleitung zu einem tiefer
gelegenen Dünndarmstück und schließt es an dem kleinen
Restmagen an.
Dadurch gelangt die Nahrung nicht mehr in den Magen
sondern direkt in den Dünndarm.
Damit wird erreicht, dass für die Fettverdauung ein
kürzerer Darmabschnitt zur Verfügung steht, ca. 40% des
Fettes werden nicht verdaut.
Bei zu hoher Zuckeraufnahme kann es zum sogenannten
„Dumping“ (Sturzentleerung von Zucker aus dem Restmagen
mit nachfolgender Blutzuckerregulation und
Nebeneffekten, wie Übelkeit und Schweißausbruch) kommen,
zu viel Fett im Essen kann zu Durchfall führen.
Bei der biliopankreatischen Teilung (englisch:
biliopancretic diversion = BPD) wird im Prinzip ein
Schlauchmagen gebildet, der ähnlich dem Bypass weiter
unten mit dem Dünndarm verbunden wird.
Bei der biliopankreatischen Teilung (englisch:
biliopancretic diversion = BPD) wird im Prinzip zuerst
ein Schlauchmagen gebildet, der ähnlich dem Bypass
weiter unten mit dem Dünndarm verbunden wird.
Bei dieser Operationsmethode gibt es kein „Dumping“, da
hier der Magenpförtner erhalten bleibt.