Neues Leben, XXL ade!
Selbsthilfegruppe Adipositas-OP Oberpfalz

Was ist Adipositas?

Adipositas (lat. adeps = fett) bzw. Fettleibigkeit, Fettsucht, Obesitas ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine ernst zu nehmende Erkrankung und seit 1997 von der WHO anerkannt.

Sie beschreibt die Fähigkeit, Fett im Übermaß zu speichern, ohne es wieder abzubauen.

Adipositas ist eine krankhafte Fettsucht und dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie geht einher mit vielen Begleiterkrankungen:

 

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall)

Bluthochdruck

Störung des Kohlehydratstoffwechsels (Diabetes mellitus Typ 2, Insulinresistenz)

Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes Cholesterin)

Gicht

Obstruktive Schlafapnoe

Refluxerkrankung

Degenerative Veränderungen des Stütz- und Bindegewebssystem

Arthrose

Venenschwäche/ -thrombose

Erhöhtes Krebsrisiko bei Frauen: Eierstock-, Nieren-, Gebärmutterhals- und Brustkrebs

Erhöhtes Krebsrisiko bei Männern: Prostata-, Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Nierenkrebs

Stressinkontinenz

 

Desweiteren führen Übergewicht und Adipositas häufig zu:

Einschränkungen der Aktivitäten des täglichen Lebens

Verminderte Lebensqualität

Erhöhtes Unfallrisiko

Erhöhtes Komplikationsrisiko bei Schwangerschaften

Psychosoziale Konsequenzen mit Neigung zu Depression und Ängstlichkeit, sozialer Diskriminierung, Selbstwertminderung und sozialer Isolation.

 

Alleine in Deutschland ist jeder 2. Bürger zu dick, jeder 5. bereits an Adipositas erkrankt. Die Tendenz ist leider steigend und bei Kindern nimmt sie mit erschreckenden Ausmaßen zu.

Adipositas lässt sich nicht verheimlichen - diese Erkrankung ist dem Patienten anzusehen.

Anders als in den restlichen zivilisierten Ländern Europas (Schweden, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich und der Schweiz), ist Adipositas in Deutschland bislang nicht als Krankheit anerkannt und ein Betroffener kann nicht auf die Hilfe von Ärzten oder den Krankenkassen hoffen.

Hier in Deutschland gibt es ganz wenige Ärzte, die sich auf das Fachgebiet Adipositas spezialisiert haben, da es auch keinen einzigen Lehrstuhl für Adipositas und deren Begleiterkrankungen gibt. Diese Ärzte haben sich außerhalb ihres Studiums weitergebildet und sich das Wissen um diese Krankheit auf eigene Kosten und stundenintensiv angeeignet.


Ein Land wie Schweden, mit weniger als 10% der Einwohnerzahl Deutschlands, hat immerhin 3 Lehrstühle für Adipositas und somit können dort an Universitäten Fachärzte für Adipositas ausgebildet werden und betroffene Menschen richtig unterstützt und angeleitet werden, mit ihrer Erkrankung zu leben!

In den anderen Ländern Europas ist es zumindest ähnlich!

 

Wie stelle ich fest, ob ich adipös bin?

 

Die Berechnungsgrundlage  ist der sogenannte BMI (Body Mass Index), er wird heutzutage verwendet um zu berechnen ob Normalgewicht oder Übergewicht vorliegt.

Der BMI ist berechnet sich aus dem Gewicht, geteilt durch die Größe im Quadrat.

 

Hier findet man einen einfachen BMI-Rechner:

Berechnung Body Mass Index (BMI)

Ihr Gewicht: in KG (Bsp.: 75)
Ihre Körpergröße: in cm (Bsp.: 185)
Ihr BMI:

(c) BMI-Rechner.biz | BMI

  

 

 

Kategorie

BMI (kg/m²)

Klassifizierung

Starkes Untergewicht

< 16

 

Mäßiges Untergewicht

16 – 17

Untergewicht

Leichtes Untergewicht

17 – 18,5

 

Normalgewicht

18,5 – 25

Normalgewicht

Präadipositas

25 – 30

Übergewicht

Adipositas Grad I

30 – 35

 

Adipositas Grad II

35 – 40

Adipositas

Adipositas Grad III

≥ 40

 

 

 

 

 

Neuerdings setzt sich jedoch immer mehr der WtHR (Waist to Height Ratio) durch.

Er beschreibt das Verhältnis zwischen Taillenumfang und Körpergröße und ist einfacher zu berechnen.

 

Formel:

Taillenumfang (cm) geteilt durch Körpergröße (cm)

Dieser Wert sollte möglichst unter 0,5 liegen.

 

Siehe dazu auch folgenden Artikel: